Die Wellen lehren mich

Ich habe ein paar Tage in Bulgarien am Schwarzen Meer verbracht. Mein Hotel war so nah am Meer, dass ich Tag und Nacht die Wellen hörte. Es hat mich sehr beeindruckt. Heute brausen sie besonders stark. Die Gischt spritzt gegen die Felsen. Vom Strand ist nur noch ganz wenig zu sehen.  Sie haben rechtzeitig alles in Sicherheit gebracht: Liegestühle, Sonnenschirme, Wachttürme. Alles ist abgeräumt. Die Saison ist beendet.

Das Meer ist eine gewaltige Kraft. Viel, viel stärker als der Mensch. Auf das Meer schauen tut gut. Die wahren Dimensionen werden deutlich. Wie klein bin ich, wie klein sind wir alle! Die Ozeane sind groß, und Gott ist noch viel größer.„Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig, der HERR aber ist noch größer in der Höhe.“ (Psalm 93,4)

Ich höre die Wellen brausen und weiß: Gott ist immer am Werk. Ob ich es wahrnehme oder nicht. Ob ich schlafe oder wache. Ob ich tätig bin oder ausruhe. Gottes Werk geht ständig weiter. Wenn ich morgen nach Hause fliege, möchte ich die Erinnerung an die Wellen mitnehmen. Sie haben mir so viel zu sagen. Ihr Rauschen bleibt in meinem Ohr.

Gabriele Koenigs

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