Künstlergeheimnisse

Ich male mit den russischen Aquarellfarben „white nights“ und mit den flüssigen Aquarellfarben von Rohrer und Klingner aus Leipzig.  Außer der Aquarellfarbe verwende ich Moorlauge und schwarzen Tee, Walnußsud, weiße Tusche, Pastellkreiden und Gouache.

Mehrere Jahre habe ich meine Bilder auf Ingres-Büttenpapier von Hahnemühle gemalt. Viele meiner Bilder, die Sie auf meiner homepage sehen können, sind auf Ingrespapier gemalt. Das Ingrespapier wird für den Vorgang des Malens mit Eiweiß auf eine möglichst rauhe Holzplatte geklebt. Wenn das Gemälde fertig ist, wird es von der Holzplatte gelöst und wieder mit Eiweiß auf einen säurefreien Passepartoutkarton geklebt. Großer Vorteil für die Anfängerin: Das Papier ist konkurrenzlos billig. Nachteil für die Nerven: Beim Ablösen von der Holzplatte geht ab und zu auch mal ein Bild kaputt – vor allem, wenn die Holzplatte nicht rauh genug ist!!!!

 

Zur Zeit experimentiere ich auch mit anderen Untergründen: Aquarell auf Leinwand gemalt oder auf säurefreien Passepartoutkarton. Ein Jahr lang habe ich das Aquarellpapier von ARCHES verwendet. Die Verläufe sind einfach unübertroffen schön. Für die Portraits erscheint mir das feinkörnige ARCHES am geeignetsten. Allerdings lässt sich ARCHES nur schwer auswaschen und es entstehen im Nu harte Ränder. Besonders in der Portraitmalerei ist das sehr, sehr schwierig!

Inzwischen habe ich mein absolutes Lieblingspapier entdeckt: saunders waterford!!! Es wird in England hergestellt. Es fühlt sich angenehm weich an. Die Verläufe sind traumhaft schön. Und es lässt sich ganz leicht auswaschen!!!! Es entstehen kaum harte Ränder. Absolut wunderbar. Allerdings ist es noch teurer als Arches, da man es hier nicht auf der Rolle kaufen kann, sondern nur als Einzelbogen. Ich habe bisher immer die Bögen 300 gr rauh verwendet. Die Bekanntschaft mit diesem Papier verdanke ich dem russischen Meister Ilya Ibryaev.

Rubbelkrepp trage ich mit einer Glasfeder in das Bild ein, oder – so geht es noch feiner: Mit einem guten feinen Aquarellpinsel, der zwischendurch immer wieder in  geruchloses Terpentin getaucht wird, damit die feinen Haare nicht verkleben. Und ganz wichtig: Hinterher sehr, sehr sorgfältig reinigen, zuerst mit Terpentin, dann mit Schmierseife!  Diesen technischen Trick verdanken wir dem großen chinesischen Meister Guan Weixing!!!!

Alle Bilder sind auf der Rückseite signiert und datiert. Falls ein Kunde eine Signatur auf der Vorderseite wünscht, bringe ich diese selbstverständlich gerne an.

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